Weidenprojekt mit der Anne-Frank-Grundschule Teltow

Die Weide ist eine faszinierende Lebens- und Zauberkünstlerin. In über 300 Arten kommt sie vor. Sie liebt das Wasser, kommt aber auch mit trockenen Lagen zurecht und besiedelt häufig als Pionierpflanze Brachlandschaften.
Seit vielen tausend Jahren wird die Weide von den Menschen genutzt, sei es zur Herstellung von Körben und anderen Möbelstücken, in der Medizin oder als lebende Palisaden zur Befestigung von Hängen und Ufern.
Die Fähigkeit der Weide, sich vegetativ über Stecklinge zu vermehren, brachte ihr in den letzten Jahren eine wahre Renaissance bei der Errichtung von lebenden grünen Spielplätzen.

An der Anne-Frank-Grundschule in Teltow gestaltete ich im Jahr 2006 zusammen mit Kinder und Eltern ein gesamtheitliches Weidenprojekt auf dem neuen Schulhof. Dabei lernten die Kinder über verschiedene Ebenen die Weide als Lebens- und Zauberkünstlerin kennen:

Sie erlebten die Weide in ihrem natürlichen Lebensraum und erfuhren dabei viel über die vorhandenen Naturräume.
Sie erlernten die Kunst des Weidenbaus und dabei den kompetenten Umgang mit Schälmessern, Gartenscheren, Sägen und mechanischen Bohrern und den Umgang mit Pflanzen und Sträuchern.
Dieses Projekt wurde von den Schülern dokumentarisch (Fragebögen, eine Fotogalerie) begleitet und in der Schülerzeitung und auf der Webseite der Schule dargestellt.
Um den Erhalt der entstanden Kunstwerke zu gewährleisten, wurden mit einzelnen Klassen Pflege-Patenschaften gegründet, die ihr Wissen an nachfolgende Klassen weitergeben.

Am Ende des Projektes hatten wir grüne Dächer auf dem Schulhof und viele kleine grüne Gärtnerdaumen.